Free-Floating-Fahrradverleiher ofo und oBike

Umgefallene und ver­kehrs­be­hin­dernd abge­stell­te oBikes…

Die Situation mit falsch geparkten und beschädigten Leihfahrrädern.

Wir kann­ten sie alle bereits schon, die zwei größ­ten Anbieter von Leihfahrrädern aus Fernost, ofo und oBike.

Diese Räder hat­ten im Gegensatz zu den bewähr­ten Wiener Citybikes kei­ne fixen Stationen, son­dern konn­ten an jeden Ritzen und Ecken der Stadt abge­stellt wer­den.

Dies führ­te in der Vergangenheit zu ver­mehr­ten Problemen, dass die Räder ein­fach irgend­wo lan­de­ten, wo es nicht erlaubt ist z.B. schon in der U‑Bahn wur­de eines gesich­tet, wie die Tageszeitung Heute in die­sem Leserreporter-Artikel berich­te­te.

Es kam auch schon vor, dass die­se Räder sogar in Flüssen und Bächen ver­senkt wur­den, zum Ärgernis des Betreibers und der mög­li­chen Umveltverschmutzung durch Öle und Fette.

Am 11. Dezember 2017 warf ein ver­ant­wor­tungs­lo­ser Unbekannter ein oBike auf die Gleise der U‑Bahnlinie U4 nahe der Station Meidling Hauptstraße und es wur­de von einer ein­fah­ren­den Garnitur voll­kom­men zer­stört!

Am 28. April 2018 wur­den um 23:00 Uhr zwei ofos von der Wientalterasse auf die Gleise der U4 im Bereich Pilgramgasse gewor­fen und von einer U‑Bahngarnitur zer­stört.

Der Elektro-EDV Zobl Pannen- und Störungsdienst hat­te in die­ser Zeit extrem hohen Wert dar­auf gelegt, dass wenn irgend­wel­che die­ser Räder ver­kehrs­be­hin­dernd abge­stellt wur­den, die­se von mir sofort an einer erlaub­ten Stelle geparkt und bei einem Defekt dies dem jewei­li­gem Betreiber gemel­det wur­den.

Einen drit­ten Anbieter gibt es in Wien eben­falls, näm­lich Donkey Republic, der sich auf Touristen spe­zia­li­siert hat.

Diese Fahrräder sind in einem mar­kan­tem Orange zu fin­den und haben eine prak­ti­sche Smartphonehalterung und Dreigangschaltung. Allerdings müs­sen die­se auf Fahrtüchtigkeit ste­tig über­prüft wer­den, da die­se Räder Luftreifen haben und die Luft vor Fahrtantritt zu Prüfen ist.

Anders als bei den ofos und oBikes müs­sen die­se Räder an einer öffent­li­chen Radabstellanlage abge­stellt und mit dem am Fahrrad mit­ge­führ­ten Seilschloss fest­ge­bun­den wer­den.

 

Die Stadt Wien haben am 5. März 2018 beschlos­sen, stren­ge­re Regeln für die­se sta­ti­ons­lo­sen Leihfahrräder ein­zu­füh­ren, damit es den Anbietern klar gemacht wird, dass es gewis­se Spielregeln in unse­rer Stadt gibt, die ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen (z.B. Zwischen Meldung eines Defektes bis zur Abschleppung maxi­mal 4 Stunden Einräumzeit).

Am 9. Juli 2018 wur­de bekannt, dass oBike offen­sicht­lich Konkurs ange­mel­det hat und sich und sei­ne Räder lang­sam aus Wien zurück­zie­hen wer­den. Am fol­gen­den Tag setz­te auch beim Konkurrenten ofo die Pleite ein und die­ser wird sich und sei­ne Räder eben­falls zurück­zie­hen.

Was als ein­zi­ger noch übrig bleibt ist Donkey Republic.

Bis zum 1. August 2018 müs­sen alle Leihfahrräder bei­der Anbieter aus Wien ver­schwin­den. Sollte ich den­noch eines fin­den, wird dies sofort der MA 48 in Kenntnis gesetzt.

Am 8. April 2019 wur­den alle gesam­mel­ten Räder, die danach fahr­tüch­tig repa­riert wur­den, zum Verkauf am 48er-Tandler ange­bo­ten. Die Preise erstreck­ten sich von 50 € für das ofo 1‑Gang und oBike und 75 € für das ofo 3‑Gang. Der Rest, die nicht repa­riert wer­den konn­ten u.a. wegen der Spezialschrauben, der Wertstoffsammelstellen über­ge­ben und ver­schrot­tet, sodass dar­aus wert­vol­le Rohstoffe zum Wiederverwenden gewon­nen wer­den kön­nen.

Außerdem hät­te ein vier­ter gro­ßer Leihradanbieter, Greenride, sein Projekt mit 3.000 Leihfahrrädern star­ten wol­len. Dieser stopp­te die­ses aber durch die Regeleinführung der Stadt Wien und kon­zen­triert sich daher nur mehr auf sei­ne Miet-Elektroautos von Tesla.

 

In einer fol­gen­den Bildergalerie sehen Sie mei­ne bis­he­ri­gen Erlebnisse mit die­sem Volksproblem der Free-Floating-Leihradsysteme!

Vergleich zwischen den 4 bekanntesten Leihradsystemen in Wien

Citybike:

Homepage

3‑Gang-Schaltung

Vollgummireifen

Dynamobetriebene Lichtanlage

Korb vor­ne

Rollerbremse

Fixe Stationen in fast ganz Wien (Ausnahme 21. und 22. Bezirk, Ausbau der­zeit nicht geplant)

Möglichkeit, das Fahrrad kurz abzu­sper­ren, wenn man Einkaufen will, ein Restaurant besucht oder der­glei­chen.

Wie aus­zu­lei­hen: Per Bankomat/Kreditkarte, Citybike-Card, WienMobil-Card

 

ofo:

Homepage

Modelle mit Single-Speed/3‑Gang-Schaltung

Vollgummireifen

Korb vor­ne max. 5 kg

Keine fixen Stationen

Dynamolicht vor­ne, Solares, blin­ken­des Rücklicht hin­ten

Wie aus­zu­lei­hen: Per App und Kreditkarte

 

oBike:

Homepage

Modelle mit Single-Speed (nur 1 Gang)

Vollgummireifen

Korb vor­ne max. 5 kg

Keine fixen Stationen

Dynamolicht vor­ne und hin­ten

Wie aus­zu­lei­hen: Per App und Kreditkarte

 

Donkey Republic:

Homepage

Modelle mit 3‑Gang-Schaltung

Luftreifen (Schwalbe Marathon Plus-Reifen)

Gepäckträger Vorne und Hinten

Keine fixen Stationen (Muss aber an Radabstellanlagen abge­stellt und fest­ge­bun­den wer­den)

Kleine Dynamolichter vor­ne und hin­ten

Wie aus­zu­lei­hen: Per App und Kreditkarte